Definiton

Das Domain Name System (kurz: DNS) gilt als „Telefonbuch des Internets“. Es bezeichnet einen oder mehrere Server im Verbund, die zu sämtlichen IP-Adressen den verknüpften Computernamen (Domain Name) hinterlegt haben.  Dazu existieren weltweit tausende Server mit hierarchischer Anordnung und synchronisiertem Datenabgleich. Die IP-Adresse wird beispielsweise benötigt, um über einen Browser eine Verbindung mit einem Webserver herzustellen. Meist ist nur der Domain Name des Servers bekannt, der in die passende IP-Adresse aufgelöst werden muss, da der Server sonst nicht erreicht werden kann. Da sich Domain Namen einfacher zu merken sind als IP-Adressen, ist die Verwendung von ersterem deutlich benutzerfreundlicher.

 

 

DNS Namensauflösung

Möchte man jetzt über einen Browser die Website www.thinclient24.de erreichen, so wird der Client vorerst im Cache überprüfen, ob die IP-Adresse vor kurzem noch angefragt wurde und gibt sie, falls vorhanden, zurück. Ist die Adresse nicht im Cache hinterlegt, findet eine Überprüfung der „hosts“ Datei statt, welche bestimmte Verknüpfungen fest hinterlegt hat und auch beliebig hinzufügbar sind. Sie wurde ursprünglich anstelle des DNS verwendet, bevor es entwickelt wurde. Findet der Client auch hier keine Antwort auf die Namensauflösung, so werden nach einer Abfrage des Netzwerkcaches die DNS-Server nach aufsteigender hierarchischer Ebene angefragt, bis der Server mit der hinterlegten IP-Adresse gefunden wurde. Diese wird dann vom Server an den Client geschickt, damit die Verbindung zum Webserver aufgebaut werden kann. Grundsätzlich wird zwischen zwei Abfragetypen unterschieden: der rekursiven und iterativen Namensauflösung. Bei der rekursiven Abfrage fragt der Client der Reihe nach einzelne DNS-Server an, und fordert die vollständige Auflösung des Namens. So bekommt er lediglich die Antwort, ob der Name aufzulösen ist oder nicht. Wenn die Auflösung iterativ durchgeführt wird, übergibt der DNS-Server, welcher den Namen nicht vollständig auflösen kann, die Anfrage an einen hierarchisch höher stehenden Server, bis der Name aufgelöst werden kann.

 

 

DNS Namespace Hierarchie

 DNS Bild

 

Die DNS-Datenbank ist nach einer umgekehrten Baumstruktur aufgebaut, wobei die Namensauflösung des Domain Namens von rechts nach links abläuft.  An der Wurzel befindet sich stets der DNS-Root, welcher durch einen Punkt dargestellt wird und syntaktisch richtig am Ende eines jeden URL stehen müsste (https://www.thinclient24.de.), vom Browser aber automatisch hinzugefügt wird. Auf der nächsten Ebene befinden sich die Top Level Domains, wobei zwischen geografischen TLDs (Ländercodes, z.B. .de, .nl) und organisatorischen TLDs (.com, .org) unterschieden wird. Nun folgen die DNS-Server, die die Second-Level-Domains verwalten. Der SLD-Name ist frei wählbar und definiert einen genaueren Namensraum unterhalb der TLD. Schließlich werden auf der tiefsten Ebene die Sub-Level-Domains verwaltet. Diese können in beliebiger Anzahl dem Domain Namen angefügt werden und spezifizieren ihn. Wird ein Domain Name vollständig betrachtet, so spricht man von einem „Fully Qualified Domain Name“.